Historie

Historie der Freiwilligen Feuerwehr Rodheim

Am 26. April 1949 entschlossen sich die Kameraden der Pflichtfeuerwehr, eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Mit der Gründung der Freiwiligen Feuerwehr war die Notwendigkeit der Pflichtfeuerwehr, die vor dem 2. Weltkrieg und während des Krieges bestand, entfallen.

Die Gründungsversammlung fand in der alten Schule statt. Ludwig Metzger als Kommandant und Georg Konrad Kröll als sein Stellvertreter konnten von ihren Aufgaben entbunden werden. Im Anschluss an die Gründungsversammlung fanden die ersten Vorstandswahlen statt.                      

In den ersten Wahlgängen wurden gewählt:  

  • 1. Kommandant:        Horst Schulz
  • 2. Kommandant:        Georg Momberger
  • Schriftführer:              Friedrich Zunker
  • Rechner:                   Franz Schlögl
  • Beisitzer:                  Wilhelm Reichhardt
  • Beisitzer:                  Ludwig Metzger

Ein Geräthehaus, wie wir es heute gewohnt sind, stand ihnen damals noch nicht zur Verfügung, sondern nur eine Garage unter dem ehemaligen Rathaus in der Hintergasse (heute Oberndorfer Straße). Als Ausrüstung hatte man eine Handdruckspritze, eine TS 4/4, die während des 2. Weltkriegs angeschafft worden war. Als Uniform dienten am Anfang Jacken und Hosen der Wehrmacht.

Am 24. August 1952 wurde eine neue Schule mit Feuerwehrgerätehalle ihrer Bestimmung übergeben, und somit wurden bessere räumliche Begebenheiten geschaffen.. Im Jahre 1953 wurde eine TS 8/8 Ziegler angeschafft. 1970/71 beschloss die damals noch selbstständige Gemeindevertretung, ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) mit kompletter Bestückung und eine neue TS 8/8 (Rosenbauer) aus Österreich anzuschaffen. Nach der Eingemeindung 1972 zur Stadt Hungen konnte die Ausrüstung erweitert werden. Im Jahre 1974 wurde das 25-jährige Jubiläum gefeiert, hierzu trafen sich auch erstmals alle Orte , die den Namen "Rodheim" führen. Diese Treffen werden heute noch vortgesetzt. Im Jahre 1975 wurde der alte Hochbehälter in Eigenleistung  als Löschwasserzisterne umgebaut. Ein Unterrichtsraum wurde 1981 nach dem Umbau des Eingangs der ehemaligen Schule eingerichtet.

Nach einem Wohnhausbrand 1986 bekam die Wehr der Stadt Hungen vier umluftunabhängige Atemschutzgeräte. Desweiteren wurde 1988 der Löschteich in Eigenleistug mit einem neuen Zaun versehen und im gleichen Jahr wurde das Garagentor am Gerätehaus erneuert, um für das 40-jährige Jubiläum mit Bannerweihe im besten Zustand zu sein.

Nachdem Ende 1989 die innerdeutsche Grenze gefallen war, nahmen wir bei einem Besuch in Döbbrick bei Cottbus Verbindung mit dem dortigen Wehrleiter auf. Man traf sich auch mit der Nachbarwehr aus Maiberg, welche im Jahr 1993 unser gebrauchtes TSF in Empfang nehmen konnte, da wir ein neues TSF-Wasser in Betrieb nahmen. Dieses TSF-Wasser ist bis heute noch im Einsatz.

Am 26. April 2003 konnte ein neue Schulungs- und Sitzungsraum eingeweiht werden. Der in über 370 Stunden Eigenleistung fertig gestellte Raum, dient bis heute  zur theoretischen Ausbildung der Einsatzabteilung und der Jugendfeuerwehr.

Mögen sich immer genügend Mitbürger bereitfinden, für die Sache der Feuerwehr einzutreten, sowohl aktiv als auch passiv, getreu dem Motto:

                                   GOTT ZUR EHR, DEM NÄCHSTEN ZUR WEHR!